Wurzeln und Flügel

Achtsamkeit #8

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„Sorge Dich nicht. Lächele Dir zu.“
aus „Sei liebevoll umarmt“ (KW 8) von Thich Nhat Hanh

Nachts fährt mein Gedankenkarussell am liebsten. Ob ich von allein oder durch den Tritt eines Kinderfußes erwache, ist einerlei. Meist zwischen ein und drei Uhr morgens beginnt die Extra-Fahrt, ohne bewusst ein Ticket dafür gekauft zu haben. Ich bin hundemüde und bräuchte dringend Erholung, um für den kommenden Tag gewappnet zu sein. Und sobald ich das denke und dabei anfange, mich zu ärgern, nimmt das Gedankenkarussell an Geschwindigkeit auf. Ich rufe: „Hallo! Könnte jemand die Bremse betätigen? Ich will aussteigen, Hilfe!“ Nichts tut sich. Ich ärgere mich noch mehr, weil niemand mir hilft. Das Karussell wird schneller.

Moment.

Ich ärgere mich und es wird schneller? Bin ich etwa selbst für mein Gedankenkarussell verantwortlich? Das heißt, ich könnte es alleine stoppen? Was passiert, wenn ich an einen schlafenden Igel in seinem Bau denke? Ich probiere es aus. Ich werde ruhiger. Warm, sicher und geborgen fühle ich mich. Ich lächele mir zu und – schlafe ein.

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