Wurzeln und Flügel

Das Leben als Chance

Ein Kommentar

Lebensrisiko
Unglücke? Katastrophen? Gibt es bei mir nicht. Ich habe seit dem Super-Gau in Fukushima, 2011 meine Schotten dicht gemacht. Reiner Selbstschutz. Sonst würde ich vor Kummer, Sorge und Schmerz eingehen. Damals stand ich kurz vor der Geburt meines ersten Sohnes. Ich fühlte mich so durchlässig und sensibel wie nie. Viel hat sich daran nicht geändert. Und schließlich habe ich zu Hause eine anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen. Zwei kleine Wesen, die mich brauchen, stehen in meiner Obhut.

Loslassen
Die Sorge um meine Kinder bleibt. Das Schrecklichste wäre für mich, miterleben zu müssen wie ihnen etwas passiert. Und gleichzeitig möchte ich auch in diesen Stunden, Minuten für sie da sein. Viel zu selten erinnere ich mich daran, dass es nicht so wichtig ist, wenn wir nicht pünktlich sind. Oder das Zimmer mal nicht aufgeräumt, Kind und Kleidung verdreckt bis zum geht-nicht-mehr sind. Wir sind alle sterblich und wissen nicht, wann der Abschied kommen wird. Dass wir auf dem Weg des Elternseins viele kleine Abschiede nehmen, ohne es zu wissen hat Susanne von geborgen wachsen in einem Artikel geschrieben, der mich sehr berührt hat.

Lebenschance
Loslassen ist eine Kunst, die zu erlernen von uns Eltern täglich eingefordert wird. Gestern erst lernte mein Großer laufen und heute erprobt er sich an den höchsten Bäumen. Es ist nicht einfach für uns, aber es ist richtig so. Erst durch das Loslassen können wir das Leben ans Chance begreifen. Möglichkeiten, die das Leben bereit hält, gibt es viele. Meinen Kindern wünsche ich, dass sie…

…über die Schönheit des Universums staunen können:
Unsichtbares wie Pantoffeltierchen und weit entfernte Sterne sehen. Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, wilde Tiere beobachten. Die Weite des Meeres und die erhabene Begrenztheit der Berge erleben. Sein eigenes Baby im Arm halten.

…sich selbst spüren können:
Bei Nebel durch den Wald wandern. Karussell fahren. Im Meer schwimmen. Durch eine Wüste laufen.

…ihre Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen können:
Eine universelle Sprache lernen. Mit Menschen in Verbindung kommen.

…sich ausdrücken und für sich und andere mutig einstehen können.
Kreativ. Solidarisch.

…Geborgenheit und Freiheit erleben dürfen. Wurzeln und Flügel.

 

Weitere wunderschöne Auflistungen könnt Ihr bei Mama Mia sehen.

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Ein Kommentar zu “Das Leben als Chance

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