Wurzeln und Flügel

Wir scheitern uns voran

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Scheitern bedeutet für mich, ein Ideal loszulassen. Möglicherweise ist das Loslassen mit schmerzhaften Gefühlen verbunden. Schließlich glaube ich zu wissen, dass ich Recht habe und ein Abweichen von meinem Ideal im schlimmsten Fall zu einer Katastrophe führen kann. Doch ist das tatsächlich so? Und was steckt eigentlich hinter dem Ideal?

Okay, ich hätte gerne Tischmanieren bei meinen Kindern und dadurch einen sauberen Tisch und Boden (Entspannung für mich) sowie weniger gematschte Essensreste im Müll (nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen). Solange sie nicht bei einer Hochzeitsfeier sich die Nase an der Tischdecke schneuzen und das Festmahl samt Teller und Besteck vom Tisch ziehen, werden wohl keine größeren Katastrophen beim Essen geschehen, oder?

Und was steht auf Seiten meiner Kinder gegen eine Kooperation mit mir? Ein Nein bedeutet immer auch ein Ja – nur zu etwas anderem. Im Fall des Essens ist es vielleicht das spielerische, haptische Kennenlernen der Nahrung, das Erkunden des Verhaltens von Flüssigkeiten mit der Schwerkraft. Und schon komme ich ins Staunen, meine Kinder sind kleine Naturforscher!

Wie können wir Forschen, Entspannung und Nachhaltigkeit zusammen erfüllen? Darüber gilt es sich auszutauschen – soweit möglich. Wir probieren neue Wege aus.

Wir scheitern uns voran.

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Alu von Große Köpfe möchte unsere #geschichtenvomscheitern hören oder zumindest was wir darüber denken.

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3 Kommentare zu “Wir scheitern uns voran

  1. Sehr schön geschrieben und es hat mich gerade sehr nachdenklich gestimmt. Gerade dein erster Satz und „Ein Nein bedeutet immer auch ein Ja…“. Ich habe das tatsächlich noch nie so betrachtet, sondern es hat einfach immer den negativen Beigeschmack, dass man etwas nicht schafft und meist an seinen eigenen viel zu hohen Ansprüchen an sich selbst (zumind. bei mir ist das so) „scheitert“. Aber die Sichtweise, es einfach als aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, als neue Möglichkeit und neue Tür die sich vllt öffnet, gefällt mir. Auch wenn ich gar nicht weiß, ob du das wirklich so gemeint hast wie ich es nun interpretiere, ich danke dir trotzdem für die Inspiration =)
    LG

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  2. Ich freue mich über Deine Rückmeldung und dass Du einen anderen Blickwinkel finden konntest. Ich glaube, wir liegen mit unseren Auffassungen nah beieinander.

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  3. Pingback: Das Ende vom Scheitern - wir scheitern gemeinsam #geschichtenvomscheitern - grossekoepfe

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