Wurzeln und Flügel


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Wir scheitern uns voran

Scheitern bedeutet für mich, ein Ideal loszulassen. Möglicherweise ist das Loslassen mit schmerzhaften Gefühlen verbunden. Schließlich glaube ich zu wissen, dass ich Recht habe und ein Abweichen von meinem Ideal im schlimmsten Fall zu einer Katastrophe führen kann. Doch ist das tatsächlich so? Und was steckt eigentlich hinter dem Ideal?

Okay, ich hätte gerne Tischmanieren bei meinen Kindern und dadurch einen sauberen Tisch und Boden (Entspannung für mich) sowie weniger gematschte Essensreste im Müll (nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen). Solange sie nicht bei einer Hochzeitsfeier sich die Nase an der Tischdecke schneuzen und das Festmahl samt Teller und Besteck vom Tisch ziehen, werden wohl keine größeren Katastrophen beim Essen geschehen, oder?

Und was steht auf Seiten meiner Kinder gegen eine Kooperation mit mir? Ein Nein bedeutet immer auch ein Ja – nur zu etwas anderem. Im Fall des Essens ist es vielleicht das spielerische, haptische Kennenlernen der Nahrung, das Erkunden des Verhaltens von Flüssigkeiten mit der Schwerkraft. Und schon komme ich ins Staunen, meine Kinder sind kleine Naturforscher!

Wie können wir Forschen, Entspannung und Nachhaltigkeit zusammen erfüllen? Darüber gilt es sich auszutauschen – soweit möglich. Wir probieren neue Wege aus.

Wir scheitern uns voran.

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Alu von Große Köpfe möchte unsere #geschichtenvomscheitern hören oder zumindest was wir darüber denken.

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