Wurzeln und Flügel


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Dezembertraditionen

Im Schein der Kerzen unseres Adventskranzes lauschen wir dem „dam, dam dam dam dam dam, dum“ des Weihnachtsoratoriums von Bach. Selbstgebackene Plätzchen versüßen uns diese Tage. Ob der „schmückliche“ Christbaum nächstes Jahr wieder dabei sein wird? Mit zwei kleinen Kindern ein Experiment, bei dem ich es sicherheitshalber nicht wagte, echte Kerzen am Baum zu entzünden. Ich stelle mir den dazugehörigen Tannen- und bei der Gelegenheit auch den Kerzenduft vor. Ich rieche leider nichts. Denn seitdem wir zwei Kinder haben, nimmt unser Krankenstand im Dezember sein Maximum an.

Zwei Film-Klassiker warten auf uns: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Ist das Leben nicht schön?“ mit James Stewart von 1946. Dabei werde ich immer so melancholisch. Genau wie bei meinem Jahresrückblick. Jetzt noch ein Schlückchen von der Feuerzangenbowle – ach, nein – dem Kinderpunsch.

Alle Jahre wieder… versuche ich, das Singen von Weihnachtsliedern und Rezitieren von Gedichten anzuregen. Meist bleibt es bei meinen Erinnerungen an „Oh Du Fröhliche“ und „Der Zipfel, der Zapfel, der goldgelbe Bratapfel“. „Was hattet Ihr denn damals in der DDR für Traditionen im Dezember?“ frage ich meinen Mann. Er ist zwar getauft, doch außer mit Wissenschaftsgläubigkeit kann er mit Glauben nichts anfangen. „Wir verbrachten viel Zeit mit der Familie.“ Das ist das Wesentliche, finden wir beide.

Lust auf das Verfassen dieser Kurzgeschichte machte mir Bine von was eigenes mit ihrem Aufruf zu Shortstories.