Wurzeln und Flügel


Ein Kommentar

Blogparade #Familienalbum: meine Geburt in den 70ern

Kaum per Kaiserschnitt geboren, wurde ich gewaschen, vermessen, angezogen und ins eigene Bettchen gelegt. Rooming-in war noch nicht so verbreitet. Zum Glück gab es so schicke Armbändchen, damit man nicht vertauscht wurde.

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Meine Mutter erzählte, dass eine Begleitung durch Hebammen leider nicht verbreitet war. Unter anderem fürs Stillen hätte sie gut Hilfe gebrauchen können. Aus Angst, dass ich es nicht schaffe, gab es das Fläschchen.

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Aus mir ist trotzdem etwas geworden. Dennoch wünsche ich mir, dass der Berufsstand der Hebammen erhalten bleibt und gefördert wird. Sie sind wichtig bei der Vorbereitung auf die Geburt, der Geburt selbst, Nachsorge, Stillen und Säuglingspflege. Mütter sollen die Wahl haben können und nicht aus Angst heraus handeln müssen.

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Mütter – drei Generationen.

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Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #Familienalbum: unsere Kindheit der 70er und 80er Jahre von Frau Mutter.

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Achtsamkeit #2 oder meine Liebeserklärung

„Du bist bereits, was Du werden möchtest. Und Du bist wundervoll, so wie Du bist.“
aus „Sei liebevoll umarmt“ (KW 2) von Thich Nhat Hanh

Wir werden alle unreif und unselbständig geboren. Die Verdauung muss sich umstellen. Sehen, Sprechen und Motorik entwickeln sich langsam. Das Immunsystem passt sich spätestens während der Kindergartenzeit an die Umwelt an.

Hilflos sind die kleinen Würmchen nicht. Im Gegenteil, sie sind von der Natur gesegnet. Sie verströmen einen unwiderstehlichen vanillehonigsüßen Duft. Selbst der Muttermilchstuhl riecht nach frisch gebackenen Brötchen. Und sie sind äußerst kompetent. Sie vermitteln Ihre Bedürfnisse, zunächst sind es nur wenige wie Hunger, Ausscheidung, Nähe, Schlafen, mal subtil, mal ohrenbetäubend. Alles was sie an Fähigkeiten fürs Leben benötigen, steckt bereits in den Menschlein drin.

Wenn ich mich über meine Kinder ärgere, weil sie im Wohnzimmer laut Fußball spielen, die Dauernöhlplatte aufgelegt haben, mit dem Essen matschen oder sich nicht anziehen wollen, obwohl ich sie schon 100 Mal darum gebeten habe, dann steckt dahinter mein unerfülltes Bedürfnis nach Ruhe, Nachhaltigkeit, Leichtigkeit. Aber niemals ist es ihre Unzulänglichkeit.

Und das möchte ich meinen Kindern mitgeben. Ihr seid wundervoll, so wie Ihr seid!


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Gedanken zum alten und neuen Jahr

„Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist noch nicht hier. Leben steht uns nur im gegenwärtigen Moment zur Verfügung.“
aus „Sei liebevoll umarmt“ (KW 1) von Thich Nhat Hanh

20150104_151232Das alte Jahr ist vorbei, das Neue ist noch nicht da. So könnte die Definition von „zwischen den Jahren“ lauten. Ein bischen entspricht es dem. Doch wie traurig wäre es, wenn wir nur zwischen den Jahren zur Ruhe kommen und den gegenwärtigen Moment leben würden.

An Sylvester wurde ich gefragt, ob ich Vorsätze fürs neue Jahr hätte. Bei dem Wort Vorsatz in Verbindung mit neuem Jahr klingeln bei mir die Alarmglocken. Wer will nicht schöner, beliebter, erfolgreicher etc. sein. Meist werden kurzerhand Vorsätze geschmiedet und genauso schnell wie sie dahingesagt werden, werden sie wieder vergessen. Ich merke, mir ist Nachhaltigkeit wichtig. Wenn ich einen Wunsch habe, dann ist es, den gegenwärtigen Moment zu leben. Zu spüren wie ich mich fühle, zu wissen was ich brauche und für mich einzustehen.

Meistens schaffe ich es nicht, so präsent zu sein, dass mir das alles in dem Moment bewusst ist. Doch das Reflektieren im Rahmen von Wurzeln und Flügel unterstützt mich dabei aus der Retrospektive, insbesondere meine Notizen zur Dankbarkeit, die ich gern zu Pünktchen und Viktoria und Mama Miez verlinke. In der vergangenen Woche war ich dankbar für die…

Zeit als Kleinfamilie
Gemütlich auf dem Sofa chillen. Fünfe gerade sein lassen. Viel lesen, spielen, handarbeiten und auch mal schwimmen gehen.

Zeit mit meinen Eltern
Alter und Krankheit klopfen an die Tür. Vielleicht ist es das letzte Mal, dass wir Weihnachten in dieser Konstellation verbringen konnten.

Zeit auf Borkum
Raus aus dem Haus. Wind um die Ohren. Salzige Lippen nehmen den Ostfriesentee mit Kluntje und Sahne in Empfang.

Zeit mit Freunden
Sich zuhören, halt geben, umarmen. Unseren Kindern zuschauen. Gemeinsam feiern, weinen und lachen.

Zeit für mich

Euch wünsche ich ein gesundes und glückliches Jahr zusammen mit Menschen, die Euch wichtig sind!